Expertenstandards in der Pflege

Gefördert durch die GMK (Gesundheitsministerkonferenz) und in Kooperation mit dem DPR (Deutschen Pflegerat) gibt das DNQP (Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege) Expertenstandards heraus.

 

Handlungsleitend soll eine einheitliche Qualitätsstrategie sein, die sektorenübergreifend zur Sicherung und Verbesserung der Qualität in der Pflege beiträgt und u.a. folgende Ziele verfolgt:

  • Förderung und damit Verbesserung der Pflegequalität
  • abgestimmtes Leistungsniveau
  • transparente Ergebniskontrollkriterien

Neben einer engeren Verknüpfung der Theorie mit der Praxis soll auch die Fortentwicklung einer professionellen Pflege und eine Kostenminimierung von Vorteil sein.

Sturzprophylaxe in der Pflege

Ziele des Standards sind:

Stürze vermeiden - mit zunehmendem Lebensalter steigt die Anzahl der Stürze

Sturzfolgen minimieren - mit zunehmendem Lebensalter steigt das Verletzungsrisiko und die Schwere/das Ausmaß der Verletzungen

 

„Jeder Patient/Bewohner mit einem erhöhten Sturzrisiko erhält eine Sturzprophylaxe, die Stürze weitestgehend verhindert und Sturzfolgen minimiert."                                                        (vgl. Expertenstandard Sturzprophylaxe, 2013)

 

Vorgegebene Kriterien des Standards:

 

  • aktuelle, systematische Erfassung des individuellen Sturzrisikos
  • dokumentierte, mit dem Betroffenen erfasste Einschätzung seines Sturzrisikos mit Beratung/Schulung entsprechender prophylaktischer Maßnahmen
  • dokumentierter individueller Maßnahmenplan, der allen am Pflegeprozess Beteiligten bekannt ist
  • entsprechend angepasste Hilfsmittel und eine angemessene Umgebungsgestaltung wirken Stürzen entgegen und fördern zudem die Mobilität
  • Sturzstatistik und -dokumentation: Häufigkeit, Folgen und Analysen von Sturzgeschehen

 

 

Entsprechend gestalten sich die Inhalte der Fortbildung Expertenstandard Sturzprophylaxe:

Potentielle Risikofaktoren (Setting spezifisch) kennen und systematisch erfassen können.

 

Geeignete Maßnahmen zur Sturzprophylaxe auswählen und entsprechend einen Maßnahmenplan erstellen können.

 

Maßnahmen zur Mobilitätsförderung und zur Erhaltung und Förderung der Selbstpflegefähigkeit kennen und diese im Rahmen von Einzel- und Gruppenschulungen umsetzen können.

 

Sturzanalysen, –protokolle und –statistiken führen und diese als mögliche Info-Quelle zur Anpassung von Interventionen nutzen können.

 

 

Dauer der Schulung: 1,5 Stunden

 

Zielgruppe: Pflege(fach)kräfte, Pflegehelfer



... weitere Expertenstandards:

Dekubitusprophylaxe in der Pflege

Pflege von Menschen mit chronischen Wunden

Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten Schmerzen

Schmerzmanagement in der Pflege bei chronischen Schmerzen

Förderung der Harnkontinenz in der Pflege

Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege

 

Sie möchten Unterstützung bei der Implementierung von Expertenstandards?

 

Z.B. Anpassung von:

... internen Standards oder Formularen?

... Verfahrensanweisungen?

Oder der Koordination und Moderation einer entsprechenden Projektgruppe? 

 

Gerne unterstütze ich Sie dabei!